S2 | EP04: Wer sorgt für die, die sorgen?

Shownotes

Bis vor ein paar Monaten wäre ich ein ziemlich guter Klient von mir selbst gewesen. Ich hatte Signale, die ich bei jedem anderen sofort angesprochen hätte.

Ich habe Treffen mit Freunden abgesagt, auf die ich mich hätte freuen können. Ich habe mich weniger bewegt. An manchen Tagen war schon das Kühlregal zu viel: fünf Sorten Joghurt, und ich habe gar keinen genommen. Für meine Klienten war ich da. Bei mir selbst kam ich irgendwann nicht mehr vor. Gemerkt haben es andere früher als ich.

Tim geht mit, dass unser Zustand ein Arbeitsmittel ist. Aber er besteht darauf, dass wir ihn nicht nur für andere pflegen, sondern auch für uns selbst. Und er lässt mir nicht durchgehen, dass ich lieber auf Durchzug schalte, als einen Konflikt zu riskieren. Wem das etwas bringt, fragt er. Meine ehrliche Antwort: dem harmoniebedürftigen Teil in mir. Und der kostet eine Menge Energie.

Zum Mitnehmen: Nimm einmal kurz Tempo raus und schau, welche deiner Signale gerade aktiv sind. Verschiebst du Termine? Fallen dir kleine Entscheidungen schwer? Läufst du der Harmonie hinterher? Nicht um sofort etwas zu ändern. Erst einmal nur, um es zu sehen.

Ken

Nächste Folge am 4. November: „Grenzen setzen, wenn es etwas kostet“
Neue Folgen mittwochs alle zwei Wochen.

Mehr zu uns:
Ken Niestolik, Experte für Stresskompetenz in Leipzig
Tim Bertko, Gesundheitshandwerker in Berlin

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